Was ist eine PA Anlage?

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Immer dann, wenn ein Publikum angesprochen und beschallt werden soll, während die Raumakustik nicht mehr ausreicht, um die Sprache von der Bühne aus in jede Ecke des Raumes zu tragen, braucht es eine PA Anlage mit mindest einem angeschlossenen Mikrofon. Neben einer Rede oder Diskussion über mehrere Mikrofone vermag die PA Anlage Musik im Saal zu verbreiten, wenn entsprechend Tonträger angeschlossen und abgespielt werden können. Das kann auch durch Livemusik und Musiker geschehen.

 

Mobile PA Anlagen

Um beim Grillen am Strand oder im Park für ausreichende Beschallung zu sorgen, gibt es Hersteller, die mobile PA Anlagen mit Akku anbieten. Es ist möglich, diese Systeme ungefähr fünf Stunden durchschnittlich zu betreiben. Außerdem gibt andere Varianten, die sogar maximal 50 Stunden Musik abspielen können.

Worauf achten beim PA Anlagen Kauf?

  • Leistung: Die Leistung in Watt einer PA Anlage ist davon abhängig, wie viele Personen du mit Musik beschallen möchtest. Eine Faustregel besagt, dass du je Person zwischen vier und sechs Watt Leistung ansetzen solltest. Weiterhin kommt es allerdings ebenso auf die entsprechenden Räumlichkeiten oder Flächen sowie auf die geplante Beschallungsart, wie etwa Musik oder Sprache, an. Eine PA Anlage mit einer Leistung von 200 Watt eignet sich für 50 bis 100 Menschen, wenn die Party in einem höchstens 100 Quadratmeter kleinen Foyer oder Aula erfolgt. In einem Tanzsaal oder Jazzkeller, der eine Größe von 400 Quadratmeter hat und in dem sich 100 bis 250 Gäste aufhalten, benötigst du ein System zwischen 600 und 1.000 Watt. Eine PA Anlage mit einer Leistung zwischen 2.000 und 4.000 Watt ist in einem Bierzelt oder einer Disco von höchstens 1.000 Quadratmetern geeignet, in der zwischen 250 und 500 Menschen verteilt sind.

 

  • Lautstärke: Die Lautstärke der Lautsprecher wird in Dezibel angezeigt. Der empfohlene Höchstwert für Musik liegt bei 95 Dezibel. Wenn die PA Anlage diesen Wert übersteigt, sollten du und deine Besucher einen Gehörschutz tragen. Dazu kommt, dass sich der Schalldruck verringert, umso weiter du von dem Lautsprecher entfernt stehst. Das heißt, pro weitere zwei Meter Distanz sinkt er um je fünf Dezibel. Im Optimalfall sollte der vernommene Schalldruck auf keinen Fall über 85 Dezibel liegen. Wenn die PA-Anlage zum Beispiel 100 Dezibel schafft, ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich alle Gäste höchstens sechs Meter vor dem Lautsprecher aufhalten.

 

  • Anschlüsse: Gerade, wenn du die PA Anlage als DJ Boxen oder DJ Equipment einsetzen willst, sind Ports für normale Speichermedien besonders nützlich, damit du Musik aus der Box abspielen kannst. Hierzu gehören insbesondere SD-Karten-Slots und USB-Ports. Systeme, die Bluetooth enthalten, vereinfachen die Abspielung von Musik weiterhin, weil du sie ohne Probleme mit deinem Tablett, deinem Computer oder ebenso deinem Mobiltelefon koppeln kannst. Bei Schnittstellen, welche ein getrenntes und physisches Medium benötigen, wie etwa SD oder USD, sollte darauf geachtet werden, welche Größe der Speicher höchstens haben darf. Zwischen vier und acht Gigabyte sind üblich. Das entspricht ungefähr 2.300 Hits im MP3-Format, was auf jeden Fall für eine Party genügen dürfte.

Funktionsweise?

Eine ‚Public Address‘ Anlage, was soviel heißt wie für eine „Öffentliche Ansprache“, ist aus der eigentlichen Tonquelle oder mehreren Tonquellen, einer Verstärkeranlage zur Aufbereitung der Signale und einer Lautsprecheranlage zur Ausgabe aufgebaut. Natürlich mit den notwendigen Verkabelungen dazwischen.

Die Tonquellen können Mikrofone und Abspielgeräte für konservierte Medieninhalte sein. Gerade, wenn es darum geht, einen flüssigen Übergang von einer Quelle zur anderen zu bewerkstelligen, werden noch gerne Mischpulte zwischen Tonquellen und Verstärker geschaltet. In der Summe verstärkt die  Anlage die Signale aus Mikrofonen und anderen Tonquellen und beschallt damit einen großen Raum, mit dem Ziel, sich jedem Zuhörer unabhängig von seinem Standort verständlich zu machen.

Was darf man von seiner Anlage erwarten?

Das wohl Wichtigste an einer Beschallungsanlage ist, dass Töne über das gesamte Frequenzspektrum verzerrfrei wiedergegeben werden und auch wirklich den letzten Winkel des Raumes als verständlich erreichen.

Dazu kann es nötig sein, die Anlage auf die Befindlichkeiten der Raumakkustik einzupegeln. Die Beschallung darf nicht zu laut, nicht zu leise, nicht zu dumpf sein und sollte nicht dröhnen. Bei alledem hat der Raum selbst mitzureden; keiner verhält sich wie der andere. Je mehr Lautsprecher dabei eingesetzt werden können, desto subtiler kann auf den Raum eingegangen werden, so dass im Idealfall der Sound Multidirektional empfunden wird und sich gegenüber jeder anderen Tonquelle im Raum durchsetzt.

 

Im Gebrauch durch einen Alleinunerhalter

Was wird sich ein Alleinunterhalter von einer Anlage versprechen? Das hängt davon ab, ob er nur Redevortrag hält wie ein Comedian, oder dazu Musikinstrumente spielt. Sitzt er beispielsweise an einer Orgel, wird sein Gerät eine Leitung zum Verstärker eingerichtet haben und sein Mikrofon die zweite. Seine Anlage muss nicht sehr stark sein und kann noch mit zwei Lautsprecherboxen auskommen, da er meist kleinere Säle unterhalten wird.

Bandauftritte und die passende Anlage dazu

Das Hauptaugenmerk einer PA Anlage für eine Band wird auf der Abstimmung so vieler Mikros liegen, wie es Bandmitglieder und Instrumente gibt. Die Anlage braucht also möglichst viele Anschlussmöglichkeiten und wird auch nicht ohne Mischpult auskommen, um unterschiedlich laute Instrumente aufeinander und alle zusammen auf den Raum abzustimmen. Die Musikleistung der Lautsprecher dürfte eher hoch(wertig) sein und quer durch die Frequenzbereiche führen, anders als bei reiner Sprache.

 

Die Nutzergruppe der Diskjockeys

Diskjockeys reden eher wenig während ihrer Darbietungen. Der Schwerpunkt liegt hier in der Darbietung ihrer Turntables, Mischpult und anderer Abspielgeräte wie CD-Player oder MP3-Player. Womöglich kommt der DJ sogar ganz ohne Mikrofon aus. Der DJ wird seine Beschallungsanlage darauf eingestellt haben, dass Plattenspieler ohne Vorverstärker ausgestattet sind, also ein schwächeres Signal einspielen als manche andere Tonquelle. Die Ausgabe ist zum Tanzen gedacht und recht laut, also kräftig ausgestattet.

 

Erweiterungen zur Beschallungsanlage

Zubehör und Ausbaubausteine zur Anlage defnieren, wie gut sie sich ihrer Aufgabe stellt und ob diese überhaupt bewältigt werden kann. Ein modularer Aufbau macht gerade für gewerbliche Veranstalter von Events oder deren technische Beschicker Sinn, da die Örtlichkeiten sehr verschieden sein können und man sich so darauf einstellen kann.

 

Freude am Bass: Subwoofer für die PA Anlage

Gerade für Musikevents, den Auftritt von Bands und DJ-Einsätze macht ein Subwoofer am Ende der Lautsprecherstrippe Sinn, vorausgesetzt, der Verstärker hat nach Hz-Bereichen sauber getrennte Ausgänge, um diesen Subwoofer mit den tiefsten Tönen des Soundspektrums ansprechen zu können. Nach Möglichkeit ist ein aktiver Subwoofer zu wählen, der den Tieftonpegel besser regeln lässt und keinen Leistungsverlust in den passiven Frequenzweichen kennt.

 

Was ist mit einem Headset gewonnen?

Wenn die Hände auf der Bühne frei sein sollen und kein Ständer fürs Mikrofon verfügbar ist, kann der Darbietende sich mit einem Headset zur Beschallungsanlage helfen lassen. Besonders die mit Funkübertragung sorgen für absolute Bewegungsfreiheit auf der Bühne. Ist eine Regie oder ein Toningenieur präsent, kann eine Leitung zum Ohrhörer des Auftretenden für Anweisungen genutzt werden.

 

Herzstück der Beschallung: der Verstärker

Die Wahl des richtigen Verstärkers ist ganz wesentlich für eine ‚Public Address‘ Anlage, da ihre Wattstärke darüber entscheidet, welche Raumgrößen beschallt werden können und welche nicht. Die Anzahl an Eingängen und Ausgängen spielen gleichfalls eine Rolle für den Leistungsumfang des Verstärkers in der Anlage.

Mikrofone für Ansage, Singen und Rede

Gerade für Veranstaltungen mit hohem Redenanteil ist ein hochwertiges Mikrofon ohne Knistern, Rauschen und Knacken ein wesentliches Zubehörteil der Beschallungsanlage. Es kann funkübertragen oder über Kabel arbeiten. Passende Halterungen könnten dafür sorgen, dass es nicht ständig gehalten werden muss. Die Charakteristik wird so gewählt, dass sie zum Zweck passt. Ein kugelförmig aufnehmendes Mikrofon ist wenig geeignet, da es Umgebungsgeräusche von allen Seiten verzeichnet und leichter zu Rückkopplung neigt.

 

Wenn ein Stromerzeuger verlangt wird

Außerhalb von Innenräumen und mit Steckdosen gesegneten Sälen, insbesondere aber bei Openair-Events, macht erst ein (oder mehrere) Stromerzeuger mit genügend Wattleistung die Beschallung möglich. Er ist entweder in einem schalldichten Gehäuse unterzubringen oder möglichst entfernt aufzustellen, damit sein Gebrumme die Darbietung nicht stört. Wattstarke Lautsprecher stoßen hier womöglich an ihre Grenzen, wenn nicht genug Ampere an Strom geboten werden.

 

Funkmikrofon auf der Bühne

Die elegante Lösung ohne Gestolpere über augelegte Kabelstrippen sieht so aus, Funkmikrofone zu verwenden. Es bleibt zu hoffen, dass die Funksignale unbeeinträchtigt von Störfrequenzen bleiben, sonst wird sich die Freude über diese Bewegungsfreiheit in Grenzen halten.

 

Der CD Player als Tonquelle

Kommt es zu Musikeinspielungen „aus der Konserve“ wird heute gern zu CD-Spielern gegriffen. Die Spieldauer von Silberscheiben gestatten, auch längere Pausen zwischen Mikrofonauftritten mit Beschallung auszufüllen. Freilich muss man auf die händische Manipulation, wie sie ein DJ am Turntable aufführen mag, wenn er sich mit Scratchen beschäftigt, verzichten.

 

Ein Mischpult für die Beschallungsregelung

Je mehr Tonquellen zusammenfinden, um den Verstärker zu versorgen, desto wichtiger wird die Feinregelung der Eingangssignale am Mischpult, sonst wird die Zuhörerschaft mit abrupten Lautstärkewechseln bei jedem Mediumswechsel gepeinigt. Gleitschieber gestatten am Mischpult, Tonquellen weich einzufahren oder ausblenden zu lassen, was professionell und elegant anmutet.

 

Akkus im Gebrauch

Ein anderer Weg, fern von Stromversorgung eine Beschallungsanlage zu versorgen, wäre eine Energieversorgung mit Akkus. Es kann sich hierbei aber nur um kurzzeitige Anlässe und für kleine Beschallungsräume handeln, da Akkus nur einen begrenzten Energiegehalt haben und ohnehin keine kräftigen Lautsprecherwirkungen zu erwarten sind. Ein besseres Megaphon könnte davon noch gespeist werden.

 

Die Frage nach Publikumsgröße bei der Wahl der Beschallungsanlage

Eine wesentliche Frage ist, wie groß das Publikum ist, das beschallt werden soll. Weniger wegen der Anzahl an Zuhörern als wegen des Raumes, der eine gegebene Anzahl Personen fasst, und der Fläche, auf der soundsoviel Personen positioniert werden können, ob sitzend oder stehend. Sitze brauchen dabei mehr Platz als Stehplätze, somit lassen sich sitzend weniger Leute unterbringen. Die Angabe zu der Anzahl versorgbarer Personen ist eine Aussage zur Beschallungsstärke, wobei 4 bis 6 Watt pro Person die Daumenrechnungs-Grundlage bilden.

 

Kleine PA Systeme für maximal 100 Personen

Es ist immer zu versuchen, eher eine zu große Anlage als eine zu kleine in Betrieb zu setzen. Eine nur wenig aufdrehende größer als benötigt eingesetzte Anlage klingt allemal besser als ein schwachbrüstiges System, das über seine Verhältnisse lebt und zwangsläufig übersteuert den Ton ruiniert. Für 100 Personen sollte man nach der genannten Regel also nicht unter 600 Watt Output einsetzen.

 

Beschallung für 500 Personen

Mit wachsendem Publikum wird nicht einfach nur die Stärke der Beschallungsanlage interessant, sondern auch die Anzahl an Lautsprechern, ihre Charakteristik und ihre Anordnung im Raum. Konuslautsprecher strahlen anders ab als Hornlautsprecher. Der Raum mit seinem Nachhall ist ein aktiver Mitspieler im Gesamtbild. Unter 3000 Watt Gesamtleistung ist hier also nicht zu rechnen. Mehrkanal und Surround machen die Aufstellung zu einer diffizilen Aufgabe.

 

Anlagen für 1000 Personen

Geschlossene Räume für 1000 Personen sind schon richtige Hallen. Schallabsorbierende oder schallreflektierende Flächen je nach Material und Form kommen bei größeren Anlagen noch mehr zum Tragen als bei kleinen homogenen Sälen. Holzböden auf Hohlraum und Gips auf Trägermaterial gelten als gutes Resonanzmaterial. Selbst Zuhörer sind Absorptionsflächen: 0,48 qm rechnet ein Akustiker pro Person. In Clubs sind Anlagen mit 10000 Watt installiert. Für Open-Air wird noch mehr an Leistung verlangt, da hier der unterstützende Raum(wider)hall wegfällt.

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